Angststörungen
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Aktuelle Wartezeit auf das Vorgespräch ca. 6-8 Wochen.
Nach dem Vorgespräch wird der Patient in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen aufgenommen.
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Eine Angststörung kann in sehr unterschiedlichen Formen auftreten, die häufigsten sind:
Panikstörung (plötzlich einsetzende intensive Angst, ohne erkennbaren Anlass)
Agoraphobie (Angst vor Situationen, in denen man sich „gefangen“ fühlt wie z.B. U-Bahn, Bus, Kaufhaus oder eine große Menschenmenge)
Sozialphobie (Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen)
Generalisierte Angst (anhaltender Angstzustand ohne erkennbaren Auslöser)
Spezifische Phobie (Angst bestimmte Körperfunktionen nicht mehr kontrollieren zu können, z.B. zu erröten oder unvermittelt sich übergeben zu müssen)
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Angststörungen, die hier aus Platzgründen nicht aufgeführt sind.
Angststörungen gehören zu den Störungen, die sehr gut behandelbar sind. Zur Behandlung von Angststörungen arbeiten wir in der Tagklinik Westend mit international anerkannten Verfahren. Die Wirksamkeit dieser Verfahren ist durch wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen.
Überblick über die Behandlung von Angststörungen in der Tagklinik Westend
Die Therapie von Angststörungen findet in der Tagklinik Westend in einer Gruppe statt (Gruppentherapie). Einzelgespräche sind jedoch in besonderen Fällen möglich, z.B. wenn es sich um intime Themen handelt (z.B. sexueller Missbrauch), wenn der/ die Partner/in oder Familienangehörige mit in die Therapie eingebunden werden sollen oder in Krisensituationen.
Für die Dauer Ihres Aufenthaltes (in der Regel 6 Wochen) sind Sie stets in derselben Gruppe. Die Gruppe besteht aus maximal 10 Personen, wobei immer jemand in die Gruppe kommt, wenn jemand die Gruppe verlässt – es befinden sich also immer „Neue“ und „Alte“ in der Gruppe.
Die Therapie findet von Montag bis Freitag statt, an Wochenenden und Feiertagen ist die Tagklinik geschlossen. Die Therapie beginnt immer um 9.00 Uhr und endet um 16.00 Uhr (Freitag um 15.00 Uhr). Wenn Sie möchten können Sie ab 8.00 Uhr bei uns Frühstücken, über die Mittagszeit werden Sie von uns mit Mittagessen versorgt.
An den Vormittagen und an den Nachmittagen finden immer Gruppenstunden statt. In den Gruppenstunden lernen Sie, sich auf eine konstruktive Art und Weise mit Ihrer Angststörung auseinander zu setzen. Sie lernen dabei, was Sie machen können, damit sich Ihre Angststörung zurückbildet und es nach Entlassung nicht zu einem Wiederauftreten der Angststörung kommt.
Zunächst wird ein Modell der Entstehung und Aufrechterhaltung ihrer Angststörung erarbeitet. Hierbei sollen Sie verstehen, warum Sie eine Angststörung entwickelt haben. Dieses Verständnis bzw. dieses „Krankheitsmodell“ bildet gewissermaßen die Ausgangsbasis für Veränderungen im Erleben und Verhalten. Bei Expositionsübungen und Außenterminen lernen Sie, wie Sie die Angstsituationen praktisch bewältigen (z.B. U-Bahn fahren, in Kaufhäuser gehen oder Kontakt mit anderen Menschen herstellen). Im Training der Sozialen Kompetenz bzw. dem Kommunikationstraining üben Sie den Kontakt mit anderen Menschen befriedigender zu gestalten.
Dazu begleitend lernen Sie Entspannungsverfahren kennen und diese gezielt einzusetzen. In der Gestaltungstherapie wird die kreative Auseinandersetzung mit für Sie wichtigen Themen gefördert. Abgerundet wird unser Angebot durch eine Theatertherapie, die wahlweise eine „spielerische“ Beschäftigung mit den verschiedenen Rollen des Alltags ermöglicht.
Nach der Therapie in der Tagklinik hat sich zusätzlich zur ambulanten Einzeltherapie die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe bewährt. Die Münchner Angsthilfe und Selbsthilfe (MASH, www.panik-attacken.de ), die eng mit uns zusammenarbeitet, ist Ihnen bei der Vermittlung eines Therapieplatzes gerne behilflich.
Im unten stehenden Wochenplan können Sie den Wochenablauf der Gruppen einsehen und ausdrucken.
