Burn-Out & Depression

Burn-Out

Aktuelle Wartezeit auf das Vorgespräch ca. 6-8 Wochen.

Nach dem Vorgespräch werden Sie in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen aufgenommen.

"Burn out" ist keine Diagnose, sondern ein Erschöpfungszustand, der mindestens folgende drei Kriterien erfüllt:

  • das Gefühl, emotional ausgebrannt zu sein
  • eine negative Einstellung gegenüber den Mitmenschen
  • eine reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit

Darüber hinaus kommt es zu Symptomen, die auch bei Depressionen und Angststörungen zu finden sind:

  • Verlust des Selbstwertgefühls
  • Energielosigkeit
  • Schlafstörungen
  • unklare, manchmal anfallsartige körperliche Beschwerden (Zittern, Herzrasen, Schwindel etc.)
  • eine pessimistische Sichtweise der eigenen Person und der Zukunft
  • sozialer Rückzug
  • soziale Ängste
  • Angst vor alltäglichen Anforderungen

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig müssen verschiedene Faktoren zusammentreffen, damit es zu einem Burn out kommt:

  • eine perfektionistische Arbeitshaltung
  • unrealistische Erwartungen an das Arbeitspensum
  • das Fehlen von Freizeitaktivitäten und Erholung
  • die einseitige Betonung von Erfolg und Karriere
  • fehlende Zeit für befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen
  • eine zermürbende Konkurrenz am Arbeitsplatz
  • eine ungesunde Lebensführung
  • nicht "Nein" sagen können
  • es allen recht machen wollen

In unserem Gruppenkonzept für Burn out und Depression erarbeiten sie gemeinsam mit dem Gruppenleiter und den Gruppenmitgliedern die individuellen Ursachen, die bei Ihnen zu einem Burn out geführt haben. Es werden Ihnen Fertigkeiten vermittelt, die sowohl der Genesung wie auch der Prävention dienen.

Ziel unserer Behandlung ist es, Sie zum Experten für ihre Probleme zu machen und Ihre Lebensqualität zu steigern.

 

In der Wochenanfangs- und Wochenendgruppe thematisieren die Patienten ihre individuellen Therapieziele im Hinblick auf Ist-Zustand und Ziel-Zustand. Dabei wird zwischen kurzfristigen Wochenzielen und längerfristigen Therapiezielen (neue Einstellungen, neue Denk- und Verhaltensmuster) unterschieden. Aktivitäten für das Wochenende werden geplant und nachbesprochen.

 

In der Verhaltenstherapiegruppe wird über eine systematische Selbstbeobachtung Problemverhalten protokolliert und analysiert. Dabei können ungünstige Einstellungen und Verhaltensweisen identifiziert werden, die zur Symptombildung (also zu Depressionen und Burn-out) geführt haben. Diese Verhaltensanalysen dienen dazu effektive Ansatzpunkte für Veränderung zu bestimmen. Erst wenn ein Patient erkennt, was er bei sich verändern muss, wird die Therapie erfolgreich sein.

 

Im Sozialen Kompetenztraining werden Rollenspiele mit Videofeedback durchgeführt. Schwierige Situationen können dadurch antizipiert oder nachvollzogen werden. Über die Videoaufnahme und das Feedback der Mitpatienten kann der Rollenspieler Selbst- und Außenwahrnehmung miteinander vergleichen. Dies hilft unrealistische Erwartungen an sich und die Umwelt zu korrigieren. Konfliktmuster können hier durchgespielt und ihre biografischen Hintergründe analysiert werden.

 

In den Gesprächsgruppen bringen die Patienten ihre aktuellen Themen ein, diskutieren unterschiedliche Perspektiven und geben sich gegenseitig Feedback. Die Gruppentherapie eröffnet vielen Patienten die Erfahrung von Akzeptanz, Verständnis, Wertschätzung und emotionalem Rückhalt. Es findet aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit problematischen Interaktionsstilen statt. Die Gruppe ist ein ideales soziales Übungsfeld, da sich zwischenmenschliche Schwierigkeiten aus dem Alltag in der Regel in der Gruppe wiederholen.

 

Die Erlebnisorientierte Therapie sowie Achtsamkeit & Wahrnehmung ergänzen die kognitiven (rationalen) und behavioralen (auf das Verhalten bezogenen) Therapiemaßnahmen. Beim Genusstraining werden die Sinne angesprochen, beim Achtsamkeitstraining wird die achtsame und wertfreie Beobachtung der eigenen Wahrnehmung geschult. Wie bei der Meditation wird die Erfahrung gemacht, dass Emotionen (Ärger, Wut, Trauer etc.) kommen und wieder gehen. Durch das Tagebuch der schönen Momente wird der Blick für die kleinen und schönen Momente geschärft, die in der Hektik des Alltags übersehen werden. Ziel dieser Maßnahmen ist eine größere Gelassenheit und ein Ausgleich zwischen Anforderungen und Erholung (Work-Life-Balance).

 

Das Angeleitete Üben besteht in einer Kleingruppenarbeit bzw. in einer Vertiefung persönlicher Problembereiche. Aufgaben und Herausforderungen, die bisher vermieden wurden, werden entweder in der Tagklinik oder vor Ort („in vivo“) angegangen. In der Regel werden diese Aufgaben vor- und nachbesprochen.

 

Auch die Gestaltungstherapie findet in der Gruppe mit den gleichen Mitpatienten statt. Hier wird der bildnerische Ausdruck unterstützt und das kreative Potential, das jedem Menschen inne wohnt, weiter entwickelt. Somit stellt diese Therapieform ein nonverbales Verfahren dar, mit dem „am Kopf vorbei“ der Zugang zu den Emotionen und zur inneren Haltung geöffnet wird.

 

Einzelgespräche, Familien- und Paargespräche, freies Gestalten und Theatertherapie können das oben beschrieben Therapieprogramm ergänzen.

 

 

Wochenplan als pdf

 

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